Ausstellung in Wernigerode: Ansichten eines Harzreisenden


In der Kreisvolkshochschule sind noch bis Ende des Jahres Bilder des Staßfurters Walter Richter zu sehen. Sie entstanden auf einer Vielzahl seiner Harzreisen rund um Wernigerode.

Winzige Hausdächer luken rot aus Wald bewachsenen Hügeln hervor. Locker verstreut sind sie ins Tal gebaut. Darüber spannt sich das Himmelszelt in hellem Blau. Solche romantischen Harzdörfer hat Walter Richter mit Aquarellfarben gemalt. Mal leuchten die Farbtöne satt, mal halten sie sich zart zurück.

 

Wälder, Bäume und Bäche sind neben Stadtansichten aus den Fachwerkstädten der Harzregion seine liebsten Motive. Im Laufe seines Lebens hat der 88-jährige Staßfurter sie gemalt und gezeichnet. Dabei greift der gelernte Maler und Werbegestalter auf vielfältige Techniken zurück, die er als Leiter von Zeichenzirkeln an Hobbykünstler weitergegeben hat: Aquarell- und Ölfarben, Pastellkreide, Grafit, Bleistift aber auch Goldfolien zählen zu seinen bevorzugten Stilmitteln.

 

Fast jeder Urlaub führt ihn und seine Frau in den Harz. Immer dabei: Ein Block, seine Zeichenutensilien und ein Hocker. Richter zeichnet immer direkt vor Ort, “so sehe ich Linien, Fluchten und Perspektiven unverfälscht.”, sagt Richter. Oft schleichen sich Züge von menschlichen Gesichtern in seine Bilder, die man erst auf den zweiten Blick entdeckt. “Das mache ich gar nicht bewusst. Das passiert einfach so.“, verrät er schmunzelnd.

 

Auf die Suche nach diesen Details können Besucher in der Kreisvolkshochschule Harz in Wernigerode gehen. In den Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße hat sich Walter Richter einen großen Wunsch erfüllt: Noch einmal in der Harzregion ausstellen. Im Beisein zahlreicher Gäste wurde die Ausstellung mit einer Auswahl aus dem Lebenswerk Richters eröffnet. Die Werke sind bis zum Ende diesen Jahres zu sehen.


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